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Für eine diplomatische
Lösung der Iran-Krise
Resolution der 26. Friedenskonsultation
in Höchst (Odenwald)
HOECHST. 11.02.2006. Die 26. bundesweite Friedenskonsultation
der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen
Friedensdienste hat sich vom 9. bis 11. Februar 2006 in Höchst
im Odenwald mit dem Konflikt um das Atomprogramm des Iran
befasst. Die
ca. 40 Teilnehmenden sehen mit großer Sorge auf die
drohende Gefahr eines Krieges.
Wir appellieren
an die leitenden Organe unserer Kirchen und Organisationen,
sich mit dem Thema
zu befassen und für
eine diplomatische Lösung der Iran-Krise einzusetzen.
Sämtliche vorhandenen Kontakte sollten entsprechend
genutzt werden.
Angesichts der akuten Krise unterstützen wir den Aufruf
an Kofi Annan, eine Sonderkommission für die Vermittlung
zwischen den Konfliktparteien einzusetzen.
Von der Bundesregierung erwarten wir, sich
für ernsthafte
diplomatische Verhandlungen ohne die Drohung von Sanktionen
oder gar eines militärischen Angriffs gegen den Iran
einzusetzen. Dabei ist auf einseitige Schuldzuweisungen an
die iranische Regierung zu verzichten.
Die Friedenskonsultation schließt sich den Forderungen
der Kooperation für den Frieden an:
- Ablehnung jeglicher
militärischer Option durch jede
Partei
- Ein klares Bekenntnis aller Kernwaffenstaaten,
in der jetzigen Situation keine Atomwaffen einzusetzen,
und eine
eindeutige
Bindung an die Doktrin des Nicht-Erstschlages mit Atomwaffen
- Die
Umsetzung der 1995 im Rahmen des Nichtverbreitungs-Vertrages
verabschiedeten Resolution über eine kernwaffenfreie
Zone im Mittleren Osten und die Umsetzung der jährlichen
Resolutionen der Generalversammlung über die Errichtung
einer kernwaffenfreien Zone in der Region des Mittleren
Ostens
- Ein klares Bekenntnis aller Parteien zu
einer globalen Vernichtung von Atomwaffen durch die Bestätigung der
Abschlusserklärung der Konferenz zur Nichtverbreitung
von Atomwaffen im Jahr 2000 sowie der relevanten Resolutionen
der Generalversammlung
- Eine diplomatische Lösung für die Beseitigung
der Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran einschließlich
eines Kompromisses auf beiden Seiten, die Anerkennung der
legitimen Sicherheitsinteressen aller Parteien unter Berücksichtigung
Israels und des Iran, Unterlassung von Hetzreden, der Forcierung
von Feindbildern oder der Sondierung militärischer
Optionen durch alle Seiten.
Die Kooperation für den Frieden
ist ein bundesweiter Zusammenschluss von ca. 40 Friedensorganisationen,
u.a. IPPNW,
Pax Christi, AGDF, BSV. Der Beschluss basiert auf entsprechenden
Forderungen der IPPNW-Tagung vom 15.01.2006 in Frankfurt/Main.
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