Förderkreis
unterzeichnet Aufruf für den Frieden

Abb.: "Frankfurter Rundschau" vom
24.12.2005 |
Der SFDzV
unterzeichnete mit anderen Organisationen den Aufruf „Spart
endlich an der Rüstung". Der Text erschien
am 24. Dezember 2005 in der „Frankfurter
Rundschau" (siehe Abbildung). |
Text der Anzeige vom 24.12.2005: „Wir
brauchen keine Eurofighter, Großtransportflugzeuge,
Raketenabwehrsysteme, Marschflugkörper, Schützenpanzer,
Korvetten, U-Boote, Laser- und Streubomben. Doch die
Bundeswehr wird umgebaut, mit dem Ziel, sich künftig
noch stärker an weltweiten militärischen Einsätzen,
an weiteren Kriegen, beteiligen zu können. Deshalb
werden - trotz der einschneidenden Kürzungen in
zivil Haushaltsbereichen - neue milliardenschwere Rüstungsproekte
für Auslandseinsätze der Bundeswehr entwickelt.
Doch unser Land braucht Abrüstung
statt Sozialabbau. Deutschland braucht vorrangig öffentlich
geförderte Arbeitsplätze und Investitionen
in Kinderbetreuung, Bildung, Gesundheit, Umweltschutz
sowie integrierte Systeme von Waren- und Personenverkehr.
Der deutsche Sozialstaat wird nicht am Hindukusch, sondern
gegen die Mächtigen in Wirtschaft, Politik und Publizistik
verteidigt. Wir fordern den Rückzug der deutschen
Truppen von Auslandseinsätzen.
Ebenso fordern wir den Rückzug der
Besatzungstruppen aus dem Irak und einen gerechten und
dauerhaften Frieden in Nahost. Der Iran darf nicht zum
nächsten Kriegsschauplatz werden. Die Androhung
und Anwendung militärischer Gewalt muss ausgeschlossen
werden. Keine Regierung hat das Recht, zur Durchsetzung
machtpolitischer und wirtschaftlicher Interessen überall
dort vorbeugend Krieg zu führen, wo es ihr angebracht
erscheint. Dazu gehört auch Gewaltanwendung unter
dem Deckmantel der weltweiten Terrorbekämpfung.
Krieg selbst ist Terror.
Wir wollen eine vorausschauende Friedenspolitik,
die weltweit auf Beseitigung der Konfliktursachen gerichtet
ist. Die Versuche, die Probleme der Welt militärisch
zu lösen, sind opferreich gescheitert. Krieg darf
kein Mittel der Politik mehr sein.
Wir wollen eine friedliche Gesellschaft,
globale Gerechtigkeit statt militärischer Vorherrschaft,
wir wollen zivile vorbeugende Kriesenbekämpfung
statt Präventivkriege. Wir wollen keinen Einsatz
der Bundeswehr im Innern, wir wollen keine EU-Armee,
wir wollen ein demokratisches und sozial gerechtes Europa
des Friedens."
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