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Kurznachricht
Erschossen in Moskau

Abb.: Buchvorstellung in Frankfurt |
Die internationale Gesellschaft
für historische Aufklärung, Menschenrechte
und soziale Fürsorge, Memorial,
brachte zur diesjährigen Buchmesse in Frankfurt
das Totenbuch „Erschossen in Moskau ... 1950-1953" heraus. |
In der Zeit zwischen
1950 und 1953 verschwanden annähernd 1.000 Menschen aus der damals noch jungen
DDR. Sogar bereits in den „Westen" Geflohene
wurden verschleppt und galten fortan als vermisst. Erstmals
kann mit dem vorlilegenden Werk das Schicksal dieser mutmaßlichen
Regimegegner der damaligen Ostblockmächte aufgeklärt
werden.
Die Organisation Memorial, mit der unser
Förderkreis seit 1992 zusammenarbeitet, hat sich unter
anderem die historische Aufbereitung der Stalinzeit zur
Aufgabe gemacht. „Jeder Mensch hat ein Recht auf
seinen Namen und auf sein Grab", sagt Arsenij Roginskij.
Daher sind die Totenbücher, die von der Organisation
in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht
werden, ein zentraler Bestandteil des Aufbereitungsauftrages.
Den Opfern des Terror-Regimes sollen
ihre Gesichter und ihre historische Existenz zurückgegeben
werden.
„Erschossen in Moskau" ist in
so fern eine Ausnahme zu den anderen Publikationen der
Organisation, als dass sie sich ausschließlich mit
Regime-Opfern aus Deutschland beschäftigt.
Herausgeber sind neben Memorial die „Stiftung
Aufarbeitung" sowie „Facts
and Files". Das Buch ist erschienen im Metropol
Verlag, Berlin.
Buchbesprechung folgt in Kürze
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